Ethische Richtlinien

Diese Richtlinien orientieren sich an den Empfehlungen der VBG-Arbeitsgruppe Psychologie und Glaube.

  1. Sie fühlen sich wertgeschätzt, verstanden und angenommen. Der Berater/die Beraterin nimmt Ihre Probleme ernst.
  2. Sie und Ihre Probleme stehen im Zentrum des Gesprächs. Ihr Berater/Ihre Beraterin belastet Sie nicht mit eigenen Problemen und Schwierigkeiten.
  3. Die Beratung stärkt Ihr Selbstvertrauen und Ihre Selbstachtung. Sie lernen dazu und es geht Ihnen besser; Rückfälle sind vorübergehend.
  4. Ihr Berater/Ihre Beraterin nimmt auch Ihre kritischen Fragen ernst und ist bereit, mit Ihnen darüber zu reden.
  5. Ihre Integrität wird respektiert. Ihr Berater/Ihre Beraterin schafft eine Atmosphäre, in der Sie alle Gefühle und Gedanken äussern können. Er/sie respektiert es auch, wenn Sie nicht alles preisgeben wollen.
  6. Ihr Berater/Ihre Beraterin achtet Ihre persönliche Freiheit. Er/sie übt keinen Druck auf Sie aus, Ihre religiösen und politischen Überzeugungen zu ändern. Kommt Ihr Berater/Ihre Beraterin aufgrund eigener Werte und Normen in einen unlösbaren inneren Konflikt, spricht er/sie dies an und schafft Transparenz.
  7. Ihr Berater/Ihre Beraterin vermeidet Äusserungen und Handlungen, welche die Atmosphäre erotisieren und enthält sich jeglicher Zärtlichkeit und sexueller Handlungen.
  8. Ihr Berater/Ihre Beraterin legt mit Ihnen zu Beginn der Beratung das Honorar fest und erwartet von Ihnen keine zusätzlichen Geschenke oder Hilfeleistungen.
  9. Ihr Berater/Ihre Beraterin respektiert es, wenn Sie aus irgendeinem Grund die Beratung beenden möchten.
  1. Sprechen Sie mit Ihrem Berater/Ihrer Beraterin über Ihre Vorbehalte und versuchen Sie, im Gespräch zu einer Klärung zu kommen.
Ausnahme: Brechen Sie im Falle sexueller Übergriffe (verbale sexuelle Andeutungen, unangebrachte körperliche Kontakte bis hin zum Geschlechtsverkehr) oder bei anderen schwerwiegende Fehlern die Beratung sofort ab.
  2. Wenn Sie verunsichert sind, ziehen Sie eine Vertrauensperson bei (Freund, Pfarrer u.ä.).
  3. Wenn eine Klärung nicht möglich ist, beenden Sie auch gegen den Willen Ihres Beraters/Ihrer Beraterin die Beratung.
  4. Haben Sie den Eindruck, Ihr Berater/Ihre Beraterin habe in seiner beratenden Arbeit einen gravierenden Fehler gemacht oder er/sie habe sich Übergriffe zu Schulden kommen lassen, melden Sie dies bitte schriftlich oder telefonisch bei der Ausbildungsleitung bcb.
  5. Ist es seitens des Beraters/ der Beraterin zu sexuellen Übergriffen gekommen, so besteht auch die Möglichkeit, bei einer dafür qualifizierten Fachperson Hilfe zu suchen.

Als Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Beratung SGfB sind wir zudem ihrem Ethikkodex verpflichtet.